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Was ist schlimmer? Zehn Prozent Umsatzrückgang oder zehn Prozent Preissenkung?

Klare Antwort: Bei den Preisen nachzugeben wäre – bei gleicher Absatzmenge – schlimmer. Denn der Wareneinkauf bleibt ja gleich. Beim Umsatzrückgang geht hingegen auch der Wareneinkauf zurück.

Beispiel: Ein Unternehmen macht eine Million Umsatz (netto) bei 40 Prozent Rohmarge und 300.000 Euro Fixkosten (Personal, Miete usw.). Der Gewinn beträgt (vorher) 100.000 Euro. Denn 40 Prozent von einer Million sind 400.000 Euro Rohertrag. Minus 300.000 Euro Fix­kosten macht das 100.000 Euro Gewinn.

Umsatzrückgang: Zehn Prozent Umsatzrückgang bedeuten statt einer Million nur noch 900.000 Euro Umsatz. Und 40 Prozent ergeben dann 360.000 Euro Rohertrag. Das bedeutet nach Abzug der Fixkosten immerhin noch 60.000 Euro Gewinn. Rabatte: Zehn Prozent flächendenkender Preisnachlass bedeutet hingegen nur noch 300.000 Euro Rohertrag, denn der Wareneinkauf bleibt ja unverändert bei 600.000 Euro. 300.000 Euro Rohertrag minus 300.000 Euro Fixkosten ergibt einen Gewinn von Null.

Ergebnis: Ein Umsatzrückgang ist nicht so schlimm wie eine Preissenkung.

Übrigens: Wenn nun jemand kontert: „Bei solchen Rabatten könnten wir ja viel mehr verkaufen!“ stellen Sie die Gegenfrage: „Und wie stark müsste dann unser Absatz explodieren, um nur den alten Gewinn halten zu können?“ Die Antwort wird das Schweigen im Walde sein.

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